Blogparade: Wie hat Felí mein Leben verändert?

Die liebe Stephie von The Pell-Mell Pack (https://thepellmellpack.de/) und die Agila Haustierversicherung haben zur Blogparade „Wie hat Euer Vierbeiner Euer Leben verändert?“ aufgerufen. Wir nehmen gerne teil, denn dazu haben wir natürlich auch etwas zu sagen.

 

Eine verrückte Welt

Hundehalter sind wahrlich ein Völkchen für sich und meine Wenigkeit darf sich seit einigen Jahren dazu zählen.  Ich wurde in den erlauchten Kreis der Hundehalter aufgenommen und bin zu einem echten Insider geworden. Wir reden über die richtige Nahrung. Wir tauschen uns über die besten Erziehungstipps für unsere Schlauberger aus. Und ja, es gibt sie, Pflegeprodukte für Hunde. Ich bin voll angekommen in der Welt der Hundehaarpflege. Jedes einzelne Haar hat seine eigene Bürste oder seinen eigenen Kamm. Wir reden hier auch nicht über Kosten. Hauptsache, Felí „hat die Haare schön“ 😉 Hundespielzeuge gehören selbstverständlich zu einem meiner Spezialgebiete. Ich blicke mittlerweile auf eine jahrelange Spielzeug-Expertise zurück. Neuheiten werden gerne mal auf Tauglichkeit erprobt und einem jahrelangen Extrem-Test unterzogen. Ich kenne fast jedes Intelligenzspielzeug. Wir sind unter die Hundetrickser gegangen und ja, ich koche und backe für meinen Hund…natürlich Bio und aus artgerechter Haltung.

Na klar, ich habe unfassbar viele Leinen, Halsbänder und sogar farblich passende Geschirre für meine Hündin. Je nach Anlass wird ganz sorgsam das passende Accessoire ausgewählt. Wisst Ihr welches Halstuch am besten zu welcher Leine passt?!

Ich kann sogar Spaziergehtipps für jeden Anlass geben. Soll die Strecke eher mehr oder weniger stark frequentiert sein. Hätte man vielleicht noch ein kleines Bad dazu oder soll es eher der verwunschene Urwald sein? Ich kenne sie alle, zumindest in meiner Umgebung.

 

Wie alles begann…

Ich wusste schon immer, dass ein Hund in unseren Haushalt einziehen sollte. Als es soweit war, habe ich mich informiert. Ich habe sehr viele Fachbücher über den Umgang mit Welpen/Hunden im Allgemeinen, zum Wesen und der Beschäftigung der Rasse im Speziellen gelesen. Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet und hatte einen genauen Plan. Wem das jetzt irgendwie merkwürdig vorkommt, dem kann ich das nicht verdenken. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich beruflich aus dem Bereich Marketing/ Kommunikation komme. Man überlässt nichts dem Zufall. Es wird alles geplant und entsprechend vorbereitet. Und soll ich Euch mal was sagen? Es kam alles anders. Also, wie hat unsere Australian Shepherd-Hündin Felí mein Leben verändert?

 

Tagesplanung

Es ist total verrückt und ich hätte es vorher selbst nie geglaubt. Der Hund wird jedoch ein vollwertiges Familienmitglied. Er muss demnach auch überall mit hin. Beginne ich doch mit dem wichtigsten Thema überhaupt: dem Essen. Seitdem Felí da ist, werden grundsätzlich nur Restaurants ausgewählt, in denen Hunde willkommen sind.  Wir haben tatsächlich schon einmal ein Restaurant verlassen. Spleeny, ich weiß. Aber es wird noch besser. Unsere Freizeitaktivitäten haben sich ebenfalls verändert. Es werden hauptsächlich Veranstaltungen besucht, zu denen Felí mitkommen darf. Es sind aber auch viele Freizeitaktivitäten hinzugekommen. Was wir alles schon ausprobiert haben. Von Agility bis hin zum Obedience. Jetzt komme ich noch einmal auf meine Planung zurück, von der ich eingangs gesprochen habe. Die sah nämlich Agility als Beschäftigung vor. Das war nur leider nichts für Felí. Sie kam richtig unter Stress und wurde nur schwer steuerbar. So musste etwas anderes gefunden werden und wir sind zur Rettungshundestaffel gekommen. Hätte ich mir das vorher vorstellen können? Niemals. Fragt mich jetzt bitte nicht, wie zeitaufwendig das ist. Das sah meine Planung nun wirklich nicht vor. Ich habe wieder einmal mehr gelernt, dass das Leben mit Lebewesen nur bedingt planbar ist und man oftmals kurzerhand umplanen muss. Das kenne ich aus dem Marketing zwar auch schon. Ich habe es nur nie so locker genommen. Dabei kann Umplanen auch sehr schön sein. Wie sagt man so schön? Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Andere und die kann die Ausgangssituation sogar noch verbessern.

 

Führung übernehmen und für Entscheidungen einstehen

Das verstehen auch nur Hundebesitzer bestimmter Rassen. Der Australian Shepherd ist zumindest dafür bekannt, dass er gerne die Führung übernimmt. Wenn man nicht aufpasst, gibt man die Führung schnell an ihn ab. Das ist natürlich nicht im Sinne des Hundehalters. Das bedeutet aber auch, dass man Vorausschauen, schnell die richtige Entscheidung treffen und für die Entscheidung auch einstehen muss. Habe ich mich zum Beispiel dazu entschieden, den Hund an der Leine zu lassen (Autobahn in der Nähe), während ein anderer Hund ohne Leine auf meinen Hund zusteuert. So versteht es sich von selbst, den eigenen Hund zu schützen. Ich stelle mich dann vor ihn und gebe dem anderen Hund mit Körpersprache und Stimme zu verstehen, was ich von seinem Benehmen halte.

Ich musste aber auch das Loslassen lernen. Ich kann natürlich nicht immer alles für meinen Hund regeln. Ich kann ihm einen verlässlichen Rahmen geben. Er muss aber auch mal frei sein dürfen. Wenn immer alles klappt, ist das kein Problem. Was ist aber, wenn es nicht nach Plan läuft. Was ist, wenn die zum Beispiel Pubertät herausfordernder wird, als geplant? (dazu habe ich übrigens schon einen Blogartikel verfasst: https://felifiziertblog.wordpress.com/2018/08/01/wie-ich-die-pubertaet-meines-hundes-empfunden-habe/ ) Wie führt man dann? Schließlich übernimmt man die Verantwortung für ein Lebewesen.

Ich würde sogar behaupten, dass Felí mich noch ein bisschen verantwortungsbewusster werden lassen hat. Ich gehe insgesamt zielgerichteter vor.

 

Über Konsequenz, Geduld und Selbstorganisation

Was ist Verbindlichkeit und wie ist man eigentlich konsequent? All das kann man wunderbar mit einem Hund lernen. Ist man unklar in seiner Kommunikation oder sagt es heute so und morgen so, hat man alles, nur kein angenehmes Miteinander. Ich würde sagen, Felí war in der Hinsicht ein überaus herausragender Lehrmeister 😉

Geduld ist auch bei uns ein Thema. Ich will eigentlich immer alles und zwar sofort. Das Erlernen von Dingen geht aber nie von jetzt auf gleich. Ich habe gelernt, den Weg zum Ziel zu genießen und mich über die kleinen Teilerfolge zu freuen.

Ich muss sicherstellen, dass sie immer versorgt wird. Auch wenn ich es selbst nicht tun kann. Die Tagesplanung enthält immer dieses eine Familienmitglied. Ich muss mich so organisieren, dass ich auch ihr gerecht werde. Ich glaube, ich fokussiere mich jetzt noch mehr auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.

 

Jetzt reicht es

Ich wüsste noch so einiges zu berichten. Nahezu jeder Lebensbereich hat sich verändert. Insgesamt ist es einfach eine wahre Bereicherung. Mir fällt dazu immer der Bundesverband für Bürohunde ein. Ein Verband, der sich gegen psychische Erkrankungen und Burnout im Arbeitsleben einsetzt. Hunde sind dabei das zentrale Kernelement. Unternehmer und Mitarbeiter werden beratend unterstützt. Unternehmen profitieren davon, wenn Mitarbeiter u. A. gesünder, flexibler, motivierter und engagierter sind. Letztendlich steigt dadurch die Produktivität.  (Quelle: http://bv-bürohund.de/vorteile-von-buerohunden/buerohund-vorteil-fuer-unternehmen/). Und wisst ihr was? Ich kann das voll unterschreiben.

In diesem Sinne, genießt die Zeit mit Eurem Vierbeiner. Sie bereichert und macht Euch zu einem besseren Menschen.

Anna mit Felí

 

 

 

3 Antworten auf “Blogparade: Wie hat Felí mein Leben verändert?”

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