Die Digitalisierung – ein Wandel und was dieser für die Kommunikation bedeutet

Die Otto Group hat zu einer Blogparade (http://www.ottogroupunterwegs.com/blog/blog/posts/Blogparade-Zukunftsblick-Die-Welt-von-morgen.php)  aufgerufen. Es geht um einen #Zukunftsblick. Wie wird die Welt von morgen aussehen. Natürlich nehme ich teil. Denn es betrifft uns alle. Als Kommunikationsverantwortliche sollte man an vorderster Front stehen und Veränderungen aktiv mitgestalten. Also, was erwartet uns?

digi

Digitalisierung ist kein kurzlebiger Trend. Sie wird die Arbeitswelt genauso verändern, wie die Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Was auffällt? Den Unternehmen ist das bewusst. Es gibt allerdings noch nicht so viele Unternehmen, die sich bereits entsprechend ausgerichtet haben. Denn es muss so viel hinterfragt werden.

unternehmensstru

Dazu gehört u. A. die Unternehmensstruktur. Wer will daran schon rütteln? Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach. Was haben wir noch einmal im Grundkurs BWL gelernt? Je starrer und hierarchischer ein Unternehmen organisiert ist, desto weniger Raum für Innovation und Weiterentwicklung wird es geben.  Starre Hierarchien müssen demnach aufgebrochen werden. Diversität ist hier ebenfalls ein Stichwort. Ein Projektteam aus unterschiedlichen Menschen (kulturell, geschlechtlich, etc.) und Querdenker braucht Raum um Weiterentwicklungen voranzutreiben.

Führungsstile werden zukünftig hinterfragt. Ich stelle mir vor, dass es zukünftig bereichsübergreifende Projektteams geben wird. Mitarbeiter sollen wie Unternehmer handeln. Doch wo bleibt die Eigenverantwortung? Ich denke daher, dass Mitarbeitern in Zukunft mehr Vertrauen geschenkt wird. Die Teams werden  sich selbst und durch Ihre Aufgabe motiviert.

Was wäre zum Beispiel, wenn es keine Abteilungen mehr gäbe? Projektteams würden sich den entsprechenden Herausforderungen stellen. Die Teams würden vielleicht direkt mit dem Vorstand bzw. dem Geschäftsführer über die Ergebnisse sprechen. Schließlich hat sich das Team mit dem Projekt beschäftigt. Kann es dieses dann nicht auch besser verkaufen? Vielleicht gibt es zukünftig einen Erfolgsbonus für das gesamte Team. Es ist davon auszugehen, dass es weniger um Arbeitszeit geht, sondern um die Ergebnisse.

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Ich stelle mir vor, dass die Bürokultur grundsätzlich flexibler wird. Feste Präsenzzeiten wird es nur noch in nostalgisch veranlagten Unternehmen mit geringem Deckungsbeitrag geben. Das Unternehmen der Zukunft gewährt seinen Mitarbeitern mehr Flexibilität. New-Work-Konzepte wie Home Office, wechselnde Arbeitsplätze, Wohnzimmer statt Büroraum und die Zulassung von Bürohunden werden nur einige Möglichkeiten sein.

Eine flexible Arbeitskultur benötigt eine entsprechende IT-Technik. Diese muss bereitstehen. Wie soll digital gedacht und gehandelt werden, wenn noch gefaxt wird? Ich stelle mir daher ein hoch effizientes und intuitiv bedienbares System bzw, ein digitales Projektmanagement vor. Briefe werden nicht mehr geschrieben, sie werden gesprochen. Alles ist miteinander verzahnt. Im Human Ressource werden entsprechende Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung bereitgestellt. Führungskräfte coachen Ihre Mitarbeiter mehr.

kommunikationUnd welche Rolle spielt dabei die Kommunikation? Passen Vision und Mission noch zur Zeit und zum Unternehmen? Diese werden zukünftig neu formuliert. Dabei unterstützt die Kommunikation. So auch bei der Unternehmenskultur.

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Ein wichtiger Kernaspekt ist zum Beispiel die sog. Fehlerkultur. Wird sie gelebt? Darf man wirklich Fehler machen oder steht das nur auf dem Papier. Kennen die Mitarbeiter dieses Schriftstück überhaupt? Denn Fehler sind ein wichtiger Teil, wenn Neues und Unbekanntes implementiert werden sollen. Keiner hat bisher Erfahrungen damit gemacht. Es ist immer leicht, bereits vorhandenes nachzuahmen. Aber sollten wir nicht vorangehen, die Ersten sein? Wer traut sich das schon, wenn man keine Fehler machen darf? All das bedarf einer perfekt ausgearbeiteten Veränderungskommunikation. Sie wird immer wichtiger.

Mitarbeiter müssen informiert werden –  Regelmäßig, authentisch, glaubwürdig. Das kann nicht von heute auf morgen erzwungen werden. Hier sind klar die Unternehmen im Vorteil, die in der Vergangenheit bereits offen und ehrlich kommuniziert haben. Dann wird es möglich sein, Ängste zu nehmen und Chancen aufzuzeigen. Die Digitalisierung nimmt nicht nur Jobs, sie schafft auch wieder Neue. Jobprofile werden sich ändern. Weiterbildungsangebote müssen her. Unternehmen bestehen aus Menschen. Es wird zukünftig um noch mehr Dialog und Kommunikation auf Augenhöhe gehen.

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Wissen alle Unternehmen, was Online über sie gesprochen wird?  Die Kommunikation sorgt dafür, dass es weniger Ängste vor „shitstorms“ gibt. Es werden Krisenpläne vorbereitet. Oftmals kann bereits Prävention betrieben werden. Wenn ich weiß, was im Netz über mich geschrieben wird. Ein shitstorm kommt selten plötzlich. Er baut sich auf. Man kann es erkennen und rechtzeitig entgegenwirken.

blogger rela

Ich denke, es wird mehr Kompetenz im Bereich Blogger Relations geben. Den Umgang mit Influencern und deren Analyse werden zunehmend wichtiger. Man wird sich weniger um die Macro-Influencer kümmern. Vielmehr fokussiert man sich auf die Micro-Influencer. Man verteilt nicht mehr nur Botschaften an die Multiplikatoren, wie z. B. der Presse. Man geht direkt an die Zielgruppen und tauscht sich aus. Eine Einseitigkeit wird es nicht mehr geben. Es wird zukünftig mehr um Austausch und Dialog zwischen Kunden und Unternehmen geben. Unternehmen werden dadurch persönlicher und für den Kunden greifbarer. Mitarbeiter werden mehr als Botschafter gesehen und diese entsprechend im Umgang mit Social Media geschult. Auch das Storytelling wird weiter perfektioniert werden. Der Kunde wird zukünftig noch mehr in den Fokus gestellt und die Zielgruppen noch besser angesprochen. Der Umgang mit „Big Data“ weiter perfektioniert. Neue Technologien wie Blockchain und AI, Location Based Marketing rücken weiter in den Mittelpunkt. Die Kommunikation muss daher auch ein Verständnis für Algorithmen entwickeln, um Systeme aufsetzen zu können. Kunden werden zukünftig noch mehr mitreden. Sie müssen von den Kommunikatoren zukünftig noch stärker eingebunden werden.

autheDie Kommunikation wird sich zukünftig noch mehr um das Thema „Menschlichkeit“ kümmern. Eine disruptive Transformation ist zwar wichtig. Dennoch arbeiten Menschen in Unternehmen und der Kunde ist ebenfalls ein Mensch. Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen ist wichtig. Ethische Grundsätze rücken weiter in den Mittelpunkt. Authentizität ist ebenfalls von großer Bedeutung. Menschen werden sich noch besser vernetzen. Dabei steht nicht nur die Aktivität im Netz im Fokus. Die Grenzen zwischen Online und Offline werden weiter verschwimmen. Man tauscht sich aus – On-und Offline.  Markenerlebnisse an allen Kundenkontaktpunkten werden zukünftig noch wichtiger.

mut

Letztendlich braucht es sehr viel Mut für Veränderungen. Den muss man natürlich haben. Unternehmen der Zukunft werden sich daher als besonders mutig auszeichnen 🙂

In diesem Sinne, wünsche ich allen Bloggern weiterhin viel Spaß bei der Blogparade.

 

 

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